03.09.2018 / Allgemein / /

2 x nein zu den Agrarinitiativen

Schöne Titel, positive Texte und wundervolle Bilder, so werden Versprechen gemacht, die nie eingelöst werden können. Gleiche Anforderungen an Importprodukte, zwar nun doch nicht «Schweizer Standard», aber immerhin «faire Produkte». Selbst ein ganzes Heer von Kontrolleuren könnte dies im Ausland nicht überprüfen. Geflügel aus China, Kartoffeln aus Ägypten, Rindfleisch aus den USA, die Liste der Importländer ist lang. Die Importe haben sich in 25 Jahren verdoppelt, auch die importierte Pro-Kopf-Menge ist deutlich gewachsen. Markus Ritter sagt im Interview:  «Die Schweizer Landwirtschaft ist seit 1990 grundlegend neu ausgerichtet worden. Nachhaltigkeit, Biolandbau, integrierte Produktion, aber auch Biodiversität haben einen hohen Stellenwert erhalten. Dadurch ist die Produktion deutlich weniger intensiv.» Mit den Initiativen wird dieser Trend nochmals verstärkt, denn im Inland werden die Kontrollen greifen, eine weitere Extensivierung auf unseren fruchtbaren Schweizer Böden wird durchgesetzt. Das Versprechen auf Kontrollen in China, in den USA und erst in Schwellenländern ist demgegenüber eine Farce! Damit werden diese Initiativen zum Bumerang für die Schweizer Bauern, denn die vermeintlich fairen Importprodukte verdrängen in einem unfairen Wettbewerb die unter höchsten Anforderungen produzierten Schweizer Produkte aus den Gestellen der Grossverteiler. Es braucht das genaue Studium der ausufernden Verfassungstexte, um dies zu erkennen. Nein zu den Agrarinitiativen!