08.08.2011 / Allgemein / /

«Nicht einfach, nicht bequem» Bundesfeier Bürglen

Leimbach. Ob für das Gelingen eines Festes oder den Erfolg eines ganzen Landes – «miteinander» und «gemeinsam» waren die zentralen Worte in den Reden von Gemeindeammann Erich Baumann und CVP-Nationalratskandidat Josef Gemperle.

«Nicht einfach, nicht bequem»

Leimbach. Ob für das Gelingen eines Festes oder den Erfolg eines ganzen Landes – «miteinander» und «gemeinsam» waren die zentralen Worte in den Reden von Gemeindeammann Erich Baumann und CVP-Nationalratskandidat Josef Gemperle.

Hannelore Bruderer

Herbstlich trüb begann die 1. Augustfeier der Bürglerinnen und Bürgler um 9 Uhr morgens beim Schulhaus Leimbach. Die Blumen auf den Tischen und die schön dekorierten Käse- und Wurstplatten vom Leimbacher Dorfverein und Frauenturnverein liessen die Besucher das kühle, graue Wetter aber schnell vergessen. Nach dem Brunch-Buffet leitete die Musikgesellschaft Bürglen den offziellen Festakt ein.
Gemeindeammann Erich Baumann hiess die Festbesucher willkommen. Er unterstrich dabei, dass nur ein Miteinander von Gästen und Organsierenden ein Fest erst zum Fest werden lasse.

Jodel und weidende Kühe

Besser als mit der Textzeile «grüne Weiden im Morgentau» hätte der Jodelclub Sulgen die Stimmung am Nationalfeiertag in Leimbach nicht besingen können. Passend untermalt wurden die heimatlichen Lieder der Jodler vom Glockengebimmel der weidenden Kühe beim Festplatz. Trotz Ferienzeit fanden sich auch siebzehn Schülerinnen und Schüler der Schule Leimbach auf der Bühne ein. Sie zeigten dem Publikum einen Ausschnitt aus ihrem Schulschlussprogramm zum Thema «Typisch Schweiz».

Probleme gemeinsam lösen

«Unser Reichtum beruht auf Arbeit und einem zuverlässigen politischen System», sagte Josef Gemperle, Nationalratskandidat der CVP in seiner Rede. Die Schweiz, insbesondere auch der Thurgau, zeichne sich durch eine vielfältige Landschaft, eine produktive und innovative Landwirtschaft sowie vielen Gewerbe- und Industriebetrieben mit gut ausgebildeten Berufsleuten aus. Zur hohen Lebensqualität trage die intakte Landschaft bei, in der die Bevölkerung sich erholen könne.
Zur Kehrseite des Wachstums gehörten unter anderem der Raubbau am Kulturland und die Abhängigkeit von ausländischen Lebensmitteln und Energieträgern. Die Probleme der Zukunft seien nur gemeinsam zu lösen. «Direkte Demokratie ist nicht einfach und nicht bequem. Die direkte Mitbestimmung ist aber die Grundlage für den Erfolg der Schweiz.» Dieses System, das auf Gemeinnutzen statt Eigennutz basiere, gälte es zu verteidigen.