08.08.2011 / Allgemein / /

15 000 auf der Warteliste

CVP-Kantonsrat kritisiert den Bund

Dass immer mehr Thurgauerinnen und Thurgauer Photovoltaikanlagen bauen wollen, freut CVP-Kantonsrat Josef Gemperle, der den Ausbau des kantonalen Förderprogramms mit zwei Volksinitiativen massgeblich prägte. «2010 haben wir das Ziel bei der Photovoltaik nicht erreicht, jetzt entwickeln sich die Anlagen sehr positiv.» Als Erfolg wertet Gemperle auch, dass der Kanton nicht nur kleine Anlagen, sondern neu auch solche mit einer Kapazität von 30 Kilowattstunden fördert. Damit könne man Solaranlagen auch auf den Dächern von Gewerbe- und mittelgrossen Bauten anbringen.

Kritik übt Gemperle aber am Bund. Obwohl der Nationalrat die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbarer Energie anheben wolle und die Motion von CVP-Nationalrätin Brigitte Häberli überwiesen habe, bleibe die Förderung mindestens bis 2013 begrenzt. Der Ständerat müsse die KEV nun ebenfalls ausbauen, wie er auch den Atomausstiegs-Entscheid von Bundes- und Nationalrat mittragen solle, fordert Gemperle. Obwohl der Bund die KEV-Fördergelder erhöht habe, übersteige der aktuelle Anmeldestand von über 15 000 Anlagen die Fördermittel bei weitem, stellt auch die nationale Stromnetzgesellschaft Swissgrid fest. (hal)