25.09.2011 / Allgemein / /

3. Energy-Tour im Zeichen von Minergie-P und Plusenergiebauten

Unsere 3. Energy-Tour 2011 stand ganz im Zeichen von Minergie-P und Plusenergiebauten. Den Plusenergiebauten gehört die Zukunft. Würde der  gesamte Schweizer Gebäudepark – der ungefähr für die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs der Schweiz verantwortlich ist – beispielsweise nach dem Vorbild des Einfamilienhauses Berghalde in Wil saniert, ergäbe sich eine Energieeinsparung, die 17 mal der Produktion von Gösgen entspricht. Dieses Beispiel zeigt auf, dass energieeffizientes Bauen sehr grosse Energieeinsparungen bringt.

Solarsiedlung am Hofberg in Wil und Einfamilienhaus Berghalde Wil

  • Die Solarsiedlung am Hofberg in Wil/SG zeichnet sich durch ein durchdachtes Gestaltungs- und Energiekonzept aus. Die Lucido®-Fassade, Photovoltaikanlagen unterschiedlicher Grössen  und Wärmepumpen mit Erdsonde sorgen für den gesamten Wärmebedarf der Gebäude. Der Haushaltstrom  muss teilweise als Fremdenergie zugeführt werden. Die Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser – insgesamt sind es heute 17 Wohneinheiten – sind als Nullheizenergie-Bau konstruiert und kosten nicht mehr als konventionelle Mehrfamilienhäuser. Sie benötigen im Vergleich zu einem Bau nach SIA-Norm (Stand 2006) nur 7.5% der Energie und emittieren bloss 11.5% der CO2-Emissionen. Die Lucido-Fassaden sorgen für Behaglichkeit und Lebensqualität und im Sommer dafür, dass die Wohnbauten nicht überhitzt werden. Die Häuser sind Minergie-P-zertifiziert und ein exemplarisches Haus, Hofberg 3, bekam 2006 den Schweizer Solarpreis.
  • Gleich nebenan steht das 1933 errichtete Einfamilienhaus “Berghalde“ in Wil/SG. Es wurde zum Minergie-P/PlusEnergieBau (PEB) saniert. Nebst der guten Dach-Wärmedämmung fallen die 3-fach verglasten Fenster mit einem U-Wert von 0.9 W/m2K auf. Entsprechend sinkt der Gesamtenergiebedarf um 88% von 48‘720 kWh/a auf 5‘885 kWh/a.

Châtelstrasse 11 in Aadorf

  • Vorzeigeobjekt im Bereich der Nachhaltigkeit: Dieses sehr interessante Mehrfamilienhaus im Minergie-P Eco Standard in Aadorf zeichnet sich durch viele Innovationen besonders aus. Unter anderem werden neue Lösungen im Bereich Mischbauweise Holz- und Massivbau ausgeführt. Dank der Photovoltaikanlage wird der Minergie-P Grenzwert um 45% unterschritten.

Artikel in Thurgauer Zeitung lesen