26.11.2011 / Allgemein / /

Aktive Abteilung Energie Thurgau – unsere Vorstösse zeigen Wirkung

Unsere Vorstösse und unsere Thurgauer Energieinitiativen zeigen Wirkung. In der Botschaft zum Voranschlag 2012 des Kantons Thurgau werden schon viele der geforderten Massnahmen angepackt und umgesetzt. Wir sind dankbar, die harte politische Arbeit und die vielen Engagements an Abendveranstaltung haben sich gelohnt!

Gemäss dem Konzept „Verstärkte Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz“ hat sich der Regierungsrat für das Jahr 2015 folgende Ziele gesetzt:
• Der Verbrauch fossiler Energien in Gebäuden und in der Industrie, beim Gewerbe, bei den Dienstleistungen und der Infrastruktur soll gegenüber dem Jahr 2000 um 15 % abnehmen.
• Der Verbrauch fossiler Energien im Verkehr soll gegenüber dem Jahr 2000 um 5 % abnehmen.
• Der Verbrauch von Elektrizität soll gegenüber dem Jahr 2000 um weniger als 5 % zunehmen.
• Die Produktion neuer erneuerbarer Energien soll gegenüber dem Jahr 2000 zusätzliche 4.5 % des gesamten
Wärmebedarfs und zusätzliche 1.5 % des gesamten Strombedarfs ausmachen.
• Beim Energieverbrauch in kantonalen Gebäuden soll der Bedarf an nicht erneuerbaren Energien jährlich
um 1.5 % sinken.
Diese Ziele sind durch Information, Beratung, Weiterbildung, gesetzliche Verpflichtungen und mit finanziellen
Förderbeiträgen zu erreichen.
Aufwand und Ertrag der Bearbeitung der Fördergesuche sowie die Fremdkosten für die untenstehenden Aktivitäten werden neu über den Förderfonds finanziert. Aus diesem Grund fallen der Sachaufwand und die Einnahmen des Generalsekretariates 2012 tiefer aus als in den Vorjahren. Deshalb werden beim Energiefonds für das Budget 2012 neue Konten im Bereich Nr. 3015 eröffnet (im Budget 2011 entsprach dies dem
Bereich Konto Nr. 3024).Vollzug Energierecht und Strommarkt
− Die Fachleute, die Vollzugsverantwortlichen der Gemeinden und die privaten Kontrolleure werden betreffend dem Energienutzungsgesetz und der dazugehörigen Verordnung geschult.
− Der Vollzug des Grossverbraucher-Modells wird aufgebaut und umgesetzt.
− Die Netzgebietszuteilung, gemäss dem Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Stromversorgung, wird bewirtschaftet.
− Die Branchenempfehlung zur Messdatenerfassung und Abrechung der Stromproduktion für Elektrizitätserzeugungsanlagen wird flächendeckend angewendet.
Information/Beratung/Weiterbildung
− Mit verschiedenen Marketingaktivitäten – ohne Ausstellungen – wird die Umsetzung der Massnahmen zur Erreichung der Ziele des neuen Konzeptes „Verstärkte Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz“ vorangetrieben.
− Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) wird am Markt betreut und beworben.
− In Zusammenarbeit mit den Thurgauer Energiefachleuten und den regionalen kommunalen Energieberatungsstellen werden die energietechnische Gebäudesanierung und die Energieeffizienz an speziellen Bauherrenveranstaltungen propagiert.
− Die koordinierte Realisierung von neuen Biogasanlagen wird mit gezielten Machbarkeitsstudien und der
aktiven Beratung durch die Biogasberatungsstelle im Arenenberg forciert.
− Die Weiterbildung wird weiterhin in Zusammenarbeit mit den Ostschweizer Kantonen durchgeführt. Die Themenschwerpunkte sind Gebäudesanierung, insbesondere Fenster und effiziente Elektrizitätsanwendung.
− In Zusammenarbeit mit dem Amt für Volksschulen wird das Projekt „Energie in Schulen“ weiter vorangetrieben. Angeboten werden Projektwochen, Versuchsobjekte und in Vorbereitung ist ein Energieschulzimmer in Steckborn.
− Die beauftragte Innovationstransferstelle Energie und Klima für Thurgauer Unternehmen wird begleitet.
− Der Thurgauer Energiepreis wird wieder in Zusammenarbeit mit den Thurgauer Energiefachleuten, dem EKT, der IG Passivhaus Schweiz, der Pro Holz Thurgau, dem Verlag am Bach in Kesswil und der Thurgauer Kantonalbank durchgeführt.
− In Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei wird ein Kommunikationskonzept „Energie Thurgau“ erarbeitet.
− Die Aufwendungen für die indirekte Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz wie beispielsweise Marketing, Weiterbildung etc. werden neu über den Förderfonds finanziert. Förderprogramm, MINERGIE-Zertifizierung
− Das Förderprogramm Energie zur Förderung der effizienten Energienutzung und von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien wird mit denselben Schwerpunkten weitergeführt. Neu werden Ersatzneubauten in Minergie-Baustandard im Förderprogramm mitintegriert. Ausserordentlich werden besondere
Projekte im Bereich von Pilot- und Demonstrationsanlagen unterstützt.
− Der Bund finanziert zusätzlich zum ordentlichen Globalbeitrag an die Kantone den Förderbereich Gebäudesanierung komplett. Der Aufwand und der Ertrag sind in den neuen Konten Nr. 3015.3700.725 und 3015.4700.725 budgetiert.
− Der kantonale Fonds zur Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz muss so alimentiert
werden, dass für das Budgetjahr eine kantonale Fördersumme von 12 bis 22 Mio. Franken zur Verfügung steht. Im Budget 2012 sind im Konto Nr. 3010.3990.528 unter der Position „Kantonsbeitrag kant. Förderprogramm“ 5 Mio. Franken budgetiert. Dieser Betrag ist – obwohl tiefer als im Budget 2011 – vertretbar, weil aus dem Rechnungsabschluss 2010 eine Sondereinlage von 15 Mio. Franken in den Förderfonds erfolgte. Zusammen mit dem Restbestand aus früheren Jahren wird der Fondsbestand Ende 2011 über 22
Mio. Franken zu liegen kommen.
− Der Globalbeitrag des Bundes dürfte bei budgetierten Kantonsmitteln von 5 Mio. Franken rund 6 Mio. Franken betragen.
− Der Aufwand für die externe Bearbeitung der Fördergesuche ist aufgrund der stabilen Anzahl Gesuche gleich. Der Bund entschädigt den Kantonen die Bearbeitung der Fördergesuche „Gebäudesanierung“ mit Pauschalbeiträgen. Diese sind bei den Einnahmen berücksichtigt. Die Pauschalbeiträge sind höher als die effektiven Kosten.
− Die MINERGIE-Zertifizierung erfolgt weiterhin in Zusammenarbeit mit den Thurgauer Energiefachleuten. Aufgrund der Zunahme von grossen Gebäuden wird bei der Zertifizierung ein Überschuss erwirtschaftet

Stabsaufgaben
− Die Erarbeitung des Konzepts zur Erschliessung des Geothermiepotentials wird vorangetrieben. Ebenfalls
werden einzelne Projekte initiiert und begleitet, um die Kenntnisse über den Untergrund zu verfeinern.
− Die Zusammenarbeit und Koordination mit den Ostschweizer Kantonen wird weitergeführt.
− Das DFS und das DBU werden bei der Umsetzung des Facility Managements für kantonale Bauten unterstützt.
− Solaranlagen und Umbauten, welche denkmalgeschützte Objekte betreffen, werden mit der Denkmalpflege
begutachtet und eine gemeinsame Stellungnahme zuhanden der Baubehörde abgegeben.
− Neu soll das Windenergiepotential für Grosswindanlagen im Kanton erhoben werden.
− Aufgrund zunehmender Ansprüche von Bundesbehörden und Privaten soll neu ein umfassendes Monitoring über die Wirkung der kantonalen Energiepolitik aufgebaut werden.

http://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/thurgau/kantonthurgau/tz-tg/art123841,2771840

http://www.energieinitiativen-tg.ch/