18.06.2011 / Allgemein / /

CVP- Fraktion steht einstimmig hinter dem Ausstiegsentscheid von Bundes- und Nationalrat! Regierungsrat soll nachziehen…

Atomstrom: Parteien fordern ein Signal
FRAUENFELD. Bundesrat und Nationalrat wollen langfristig aus der Atomenergie aussteigen. Der Thurgauer Regierungsrat müsse dazu endlich Farbe bekennen, verlangen Politiker.

Wie sehr die Energiepolitik die Thurgauer Parteien umtreibt, zeigte die Grossratsdebatte vom Mittwoch. Alle Fraktionen standen unter Strom. Die Bevölkerung müsse wissen, ob der Kanton den Atomausstieg mittrage, den Bundes- und Nationalrat anpeilen, forderten CVP/GLP, aber auch SP und Grüne. Zudem müsse das EKT, das kantonale EW, den hohen Anteil an Atomstrom weiter senken.
Der Bund ist am Zug

Regierungsrat Kaspar Schläpfer hat die Botschaft vernommen. Der Wunsch der Parteien sei nachvollziehbar: «Die Energiepolitik der Schweiz ist grundsätzlich im Umbruch.» Am Zug sei aber nicht primär der Kanton, sondern der Bund, zumal Regierung und Grosser Rat die Förderung der erneuerbaren Energien stark ausgebaut hätten. «Schweizweit ist der Thurgau diesbezüglich ein Pionierkanton.»
Kanton will mehr Solarstrom

Zum Atomausstieg und den Folgen für EKT und den Thurgau werde der Regierungsrat spätestens dann Stellung nehmen, wenn er die vielen Vorstösse dazu beantworte. «Wir wollen unsere Position umfassend klären», sagt Schläpfer. Er stellt eine Stellungnahme der Regierung für die zweite Jahreshälfte in Aussicht. Bereits erhöht hat der Regierungsrat den Anteil der erneuerbaren Energien am Strom, den die kantonale Verwaltung braucht. Der Solarstromanteil soll mit Hilfe von neuen Solaranlagen weiter erhöht werden. Zudem will die Regierung die kantonalen Gebäude besser isolieren und so den Stromverbrauch senken.