30.03.2016 / Allgemein / /

Da werden meine „Perlen“ nochmals thematisiert!

RESTZUCKER

Tiere im Wahlkampf

DAVID ANGST

Zwei Stimmen auf jede Liste für Matthias Gehring und seine Berner Sennenhündin Cher. Man kann sie nur im Doppelpack wählen, denn sie sind unzertrennlich.

Cher weicht nicht von Gehrings Seite. Deshalb musste sie mit aufs Foto, und sie wird ihn auch in den Grossen Rat begleiten. Falls Gehring gewählt wird, kann er Cher einen dicken Knochen spendieren. Nun hat er nämlich ein grosses Gratisinserat erhalten. So viel Publicity hat Matthias Gehring seit der Erfindung seiner Softeis-Maschine nicht mehr gehabt.

Sein Dank geht nicht nur an Cher, sondern an einen anonymen Wahlhelfer, der sich als Konkurrent ausgibt, und der Gehring verpfiffen hat. Noch streiten sich die Formaljuristen darüber, ob es eine Bewilligung dafür braucht, sich im Wahlkampf so saublöd aufzuführen.

Wer mit Tieren Werbung macht, der braucht eine Bewilligung vom kantonalen Veterinäramt. Gegen diese Vorschrift hat wohl im letzten Herbst schon Josef Gemperle verstossen, als er blaue Kühe im Kanton verteilte. Zwei von ihnen wurden dann ja entführt – vermutlich von Tierschützern.

Die Thurgauer EVP hat ohne Bewilligung Hühner am Strassenrand (aus)gesetzt. Wenn das der Tierschutzverein merkt, wird es ungemütlich. Die Hühner sind aus plastifiziertem Karton, aber ob es ihnen gut tut, Tag und Nacht an der Hauptstrasse zu stehen, muss stark bezweifelt werden.

Immerhin hat ein Mitglied der Parteileitung gegenüber der Thurgauer Zeitung versprochen, die Hühner würden dereinst fachgerecht entsorgt und nicht im Wald ausgesetzt.

david.angst@thurgauerzeitung.ch