16.03.2015 / Allgemein / /

Die CVP Thurgau hat nominiert

Gemperle sagte, dass er sich im Falle einer Wahl für eine «produktive und innovative Landwirtschaft, eine nachhaltige und effiziente Energiepolitik und ein kulturlandschonende Raumplanung» einsetzen wolle.

Die CVP Thurgau steigt mit bekannten und bewährten Köpfen, aber auch mit einigen neuen in den nationalen Wahlkampf 2015. Spitzenkandidaten sind Ständerätin Brigitte Häberli und Nationalrat Christian Lohr. Dahinter folgen die Kantonsräte Josef Gemperle und Ruedi Heim.
CHRISTOF LAMPART

AADORF. Die 75 Delegierten haben am Samstagvormittag im Gemeindezentrum Aadorf alle Kandidaten der CVP Thurgau für Bundesbern einstimmig nominiert. Unterstützt werden die Bisherigen, Ständerätin Brigitte Häberli, Bichelsee, und Nationalrat Christian Lohr, Kreuzlingen. Für den Nationalrat kandidieren neu: Josef Gemperle, Fischingen, Ruedi Heim, Aadorf, Marlise Bänziger, Stettfurt, Michael Brandenberger, Ottoberg, und Anne Varenne, Märstetten.

Für fairen Finanzausgleich
Laut Kantonalpräsident Gallus Müller muss es die parteiinterne Maxime sein, «den Einfluss der politischen Pole zu mindern und konstruktiv zu handeln.» Brigitte Häberli erklärte, dass sie sich gerne in der nächsten Legislaturperiode für einen starken Thurgau, einen fairen Finanzausgleich, einen attraktiven Bildungsraum Schweiz und das wirtschaftliche Wohlergehen einsetzen wolle. Lohr möchte weitere vier Jahre «wertpolitische, generationengerechte, faire Ansätze in die Entscheidungsprozesse einbringen». Gemperle sagte, dass er sich im Falle einer Wahl für eine «produktive und innovative Landwirtschaft, eine nachhaltige und effiziente Energiepolitik und ein kulturlandschonende Raumplanung» einsetzen wolle.

Die Fraktion der Unternehmer will der Holzbauer Ruedi Heim in Bern verstärken. Ihm ist es ein Anliegen, dass der Staat optimale Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Arbeitsplätze schafft. Wo man die Axt für Einschnitte ansetzen könnte, hat Heim schon ausgemacht: «Die öffentliche Verwaltung hat einen atemberaubenden Personalausbau und ein ebenso fulminantes Ausgabenwachstum hingelegt.» Familien- und bildungspolitische Fragen stehen bei der ehemaligen Schulpräsidentin Marlise Bänziger ganz oben auf der Agenda. Die Präsidentin von Bildung Thurgau, Anne Varenne, will sich für die Förderung des dualen Bildungssystems und der politischen Bildung, für die Stärkung der Familien, des Wirtschaftsstandorts Schweiz und des Umweltschutzes einsetzen. Dem Greuterhof-Investor Michael Brandenberger liegt der Bankenplatz Schweiz am Herzen – er will aber dazu beitragen, dass eine Linie eingeschlagen wird, «in der es nicht um den kurzfristigen Profit gehen darf».