05.12.2013 / Allgemein / /

Die Früchte unserer Politik! Der Thurgau spart am meisten CO2 ein!

Mit seiner Energiepolitik behauptet der Thurgau eine Spitzenposition in der Schweiz. Das belegen die Wirkungsanalysen zum Gebäudeprogramm des Bundes sowie zu den kantonalen Förderprogrammen. Die Programme 2012 lösten bei den Bauherren Aufwendungen von 97,4 Millionen für Energieprojekte aus.

RALF RÜTHEMANN

FRAUENFELD. 740 Kilogramm. So viel CO2 spart der Thurgau durch die Energie-Förderprogramme des Jahres 2012, die zum Beispiel den Bau von Minergie-Häusern unterstützen, pro Person ein. Das ist gemeinsam mit Bern das höchste Resultat im kantonalen Vergleich. Die Wirkung ist über die Lebensdauer der verschiedenen Energiesparmassnahmen gerechnet.

460 Kilogramm der CO2-Einsparungen pro Person kommen aus dem kantonalen Förderprogramm. Kein anderer Kanton erzeugt mit seinem Förderprogramm diese hohe Wirkung. Die restlichen 280 Kilogramm trägt das sogenannte Gebäudeprogramm des Bundes bei. Die Mittel dazu stammen aus der CO2-Abgabe des Bundes auf fossilen Brennstoffen. Insgesamt hat der Kanton 27,9 Millionen Franken Fördergelder gesprochen. Davon gingen aber nur 10,8 Millionen zulasten des Kantons Thurgau. Der Rest wurde vom Bund bezahlt.
Ohne Bauherren läuft nichts

«Einerseits haben wir ein breites finanzielles Programm», erklärt Andrea Paoli, Leiter der Abteilung Energie des Kantons Thurgau, «und andererseits bieten wir mit Holz, Minergie und Fernwärmeanschlüssen wirkungsvolle Massnahmen an.» Das seien die Gründe, warum der Thurgau eine gute Energiepolitik habe. «Wir sind stolz darauf, dass wir ein so gutes Programm haben», sagt Andrea Paoli. «Aber wir sollten uns keine Illusionen machen. Wenn wir die Bauherren nicht hätten, die das Ganze umsetzen, dann könnten wir auch nichts bewirken.»

Ohne die 2300 Gesuchsteller für Fördergelder im letzten Jahr läuft also nichts. Hauseigentümer, Bauherrschaften, Gewerbetreibende, Dienstleistungsunternehmen und Landwirte trugen den wichtigsten Teil dazu bei. Sie alle haben in die Sanierung ihrer Liegenschaft, in den Bau eines energieeffizienten Hauses, in die Installation einer Solaranlage oder anderes investiert. Der Thurgau schneidet unter den Kantonen auch bei der volkswirtschaftlichen Wirkung mit Abstand am besten ab. 97,4 Millionen Franken Mehrinvestitionen mit direktem Energiebezug hat das kantonale Förderprogramm 2012 ausgelöst.
Programm wird stetig angepasst

Im Jahr 2013 sieht es laut Paoli auch nicht schlecht aus. «Aber wir werden wahrscheinlich einen leichten Rückgang haben. Denn Minergiebauten haben wir in der Förderung reduziert.» Die Förderprogramme werden laut Paoli jedes Jahr wieder angepasst. Doch auch der Thurgau müsse ein wenig aufs Geld schauen. «Wir haben natürlich finanzielle Restriktionen. Aber wir werden das Programm sicher immer wieder optimieren.» Man wolle die Spitzenposition in der Schweiz beibehalten.

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