12.07.2012 / Allgemein / /

Die Thurgauer Grundbuchämter verlangen für ihre Leistungen viel zu hohe Gebühren, kritisiert CVP-Kantonsrat Gemperle.

Der Besuch auf dem Grundbuchamt kann schnell ins Geld gehen. Ein Grund: Die Gebühren für viele Leistungen des Amts sind an den Wert des fraglichen Hauses oder Grundstücks geknüpft. Die Einnahmen der Grundbuchämter übersteigen ihren Aufwand bei weitem. 2011 kosteten die Grundbuchämter den Kanton 8,4 Millionen Franken. Sie nahmen aber Gebühren in Höhe von 22,2 Millionen Franken ein. Der Kostendeckungsgrad liegt je nach Geschäftsart zwischen 114 und 425 Prozent.
Auch bei Hypothekenänderung

«Dieser Kostendeckungsgrad ist störend», sagt CVP-Kantonsrat Josef Gemperle. Bei den Geschäften auf dem Grundbuchamt gehe es bei weitem nicht nur um Grundstückkäufe oder Neubauten. Immer wenn eine Hypothek geändert werden muss, sei automatisch auch das Grundbuchamt involviert, sagt Gemperle. Denn Hypotheken müssen mit einem Schuldbrief im Grundbuch vermerkt sein. Wenn also jemand sein Haus energietechnisch saniert oder eine Solaranlage auf dem Dach installiert und dafür seine Hypothek erhöht, muss er ebenfalls Grundbuchgebühren zahlen. Diese bestehen aus mehreren einzelnen Posten wie Beurkundungsgebühren oder Grundpfandrecht-Eintrag. Alles zusammen kann das schnell einmal über tausend Franken ausmachen.