20.06.2013 / Allgemein / /

GV Verein Geothermie Thurgau: Die Geothermie im Thurgau fördern

Zur Generalversammlung und öffentlichen Veranstaltung zum Thema «Brennpunkt Geothermie» trafen sich Mitglieder und Interessierte des Vereins Geothermie Thurgau.

AMRISWIL. Für die Förderung der Tiefengeothermie wurde vor zwei Jahren der Verein Geothermie Thurgau gegründet, der bald 400 Mitglieder zählt. Zur Generalversammlung im Mehrzwecksaal des Alters- und Pflegezentrums Amriswil begrüsste Präsident Josef Gemperle 51 Mitglieder. Der Vorstand des Vereines zählt 30 Mitglieder aus Politik und Wirtschaft. Neu in den Vorstand gewählt wurden Peter Hinder und Christian Eggenberger. Präsident Josef Gemperle sowie Vizepräsident Roland Wyss wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der Verein weist bei einem Aufwand von 84 320 Franken ein Gewinn von 5800 Franken aus.
Neue Energiepolitik des Bundes

Zur öffentlichen Veranstaltung mit Fachreferenten und Geologen trafen sich 80 Interessierte. Der Standort Amriswil gelte als Herausforderung, sagte Markus Schüpbach, CEO der EKT Thurgau. Der oberste Energieforscher der Schweiz, Alexander Wokaun vom Paul-Scherrer-Institut, sprach über den Ausbau der erneuerbaren Energie. Die Energiestrategie 2050 für mehr erneuerbare Energie ist ein kostspieliges Projekt. Nur mit der Verminderung der Risiken können Bohrungen und Anlagen zur Wärme- und Stromproduktion erstellt werden. Eine wichtige Methode zur Minimierung des Fündigkeitsrisikos seien die Seismik-Messungen, erklärte Jörg Uhde von der Axpo Power AG, indem er auf Untersuchungen in Bayern hinwies.
Gewächshäuser CO2-frei heizen

Im Thurgau konnten die Geothermiebohrungen in Schlattingen mit einer Bohrlänge von 2013 Metern erfolgreich abgeschlossen werden. Nach den jetzigen Erkenntnissen soll die Wärmeenergie ausreichen, um die Gewächshäuser von Gemüsebau Grob CO2-frei zu beheizen, betonte Gesamtprojektleiter Bernd Frieg.

Wenn die Gesteinsschichten im Untergrund kein Wasser führen, kommt das petrothermale System zur Anwendung. Bei der SBB-Parzelle in Etzwilen ist ein Pilotprojekt der Energie Suisse AG geplant, informierte Florentin Ladner. Über eine zweite Bohrung soll ein künstlicher Wasserkreislauf in Gang gesetzt werden.