17.03.2011 / Allgemein / /

Jugendforum Thurgau

Jugendpolitiker fordern guten Staatskundeunterricht
WEINFELDEN. Die Teilnehmer des Jugendforums Thurgau fordern, dass der Staatskundeunterricht im Lehrplan 21 klar vorgeschrieben wird.

Mit etwa 45 Teilnehmern blieb das Jugendforum leicht unter den Erwartungen der Organisatoren. Neben den Jugendlichen fanden auch sechs Kantonsräte, darunter Christoph Tobler von der Stiftung Think Tank Thurgau, die das Patronat führte, sowie Dorly Witzel-Meyer, Kommission für Jugendfragen des Kantons Thurgau, den Weg ins BBZ Weinfelden. Nach der Begrüssung durch Michel Vogt, Präsident des Vereins Jugendforum Thurgau, starteten drei Workshops.
Einigkeit über Energieimport

Im Workshop «iPhone, Facebook, Laptop: Geht uns morgen der Strom aus?» stellte Markus Schüpbach (CEO des EKT) die aktuelle Situation in der Schweiz vor. Er musste einige kritische Fragen der Zuhörer, vor allem von Kantonsrat Josef Gemperle, der seinerseits die Energie-Initiative vorstellte, gefallen lassen. In der Diskussion herrschte unter den Jungpolitikern Einigkeit darüber, dass sie keine Energie aus unsicheren Gebieten importieren möchten.

Sehr umstritten war allerdings, ob eine wahrscheinliche Stromlücke mit Effizienzsteigerung geschlossen werden könne.

Beim Thema «Killergames» waren die Referenten Bernhard Wälti und Brenda Mäder sowie die Teilnehmer überzeugt, dass mehr Aufklärungsarbeit bei den Eltern geleistet werden müsse. Ein Verbot wurde aufgrund der Verfügbarkeit der Spiele im Internet als sinnlos eingestuft. Diskutiert wurde auch ein Werbeverbot von besonders gewalttätigen Spielen.
Schlusspodium zur Staatskunde

Um die Politik zu verstehen und an den Hebeln mitzudrehen, brauche es einen guten Staatskundeunterricht, darüber war man sich im gleichnamigen Workshop einig. Dieser sollte im neuen Lehrplan 21 klar vorgeschrieben sein. Das Thema Staatskunde wurde dann von den Teilnehmern auch zum Thema des Schlusspodiums gewählt. Unter der Leitung von Adrian Michel sahen die Vertreter der Jungparteien Handlungsbedarf in diesem Bereich. (pd/red.)
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