13.11.2011 / Allgemein / /

Mit der Lupe einkaufen – Meine Forderung: Wo Schweiz draufsteht soll auch Schweiz drin sein!

Der Konsument soll wissen, was er kauft. Was drauf steht soll auch drin sein! Eigentlich würde man meinen, dies wäre ganz einfach zu handhaben. Wegen des sehr hohen Importanteils bei den Lebensmitteln ist die Versuchung für die Anbieter von Lebensmitteln sehr gross, um mit allerlei Tricks die Konsumenten zu täuschen.

Kollege Moritz Tanner stellt in seiner Interpellation sehr wichtige Fragen. Der Konsument soll wissen, was er kauft. Was drauf steht soll auch drin sein! Eigentlich würde man meinen, dies wäre ganz einfach zu handhaben. Wegen des sehr hohen Importanteils bei den Lebensmitteln ist die Versuchung für die Anbieter von Lebensmitteln sehr gross, um mit allerlei Tricks die Konsumenten zu täuschen. Im Offenverkauf ist dies auch relativ einfach. Aber auch bei den verpackten Lebensmitteln wird immer wieder versucht, den Konsumenten zu täuschen. Mit einem grossen regionalen Schweizer Label gekennzeichnete Spezialitäten erweisen sich zu Hause beim Lesen des extrem Kleingedruckten nicht selten als Importware. Auch so kann man die Konsumenten täuschen, statt Thurgauer Spezialitäten hat man dann im Thurgau abgepackte Spezialitäten aus Österreich im Einkaufskorb, möglich wäre auch eine vom St. Galler Spezialitätenhersteller  aus Deutschland eingeführte und in Italien abgepackte Spezialität. Ohne Lupe sollte man also nicht auf Einkaufstour.

Das eidgen. Parlament tut sich zurzeit sehr schwer, die Swissness Vorlage zu verabschieden. Der wirtschaftliche Wert der schweizerischen Herkunft eines Produkts oder einer Dienstleistung in einer zunehmend globalisierten Welt ist von beträchtlicher Wichtigkeit. Zahlreiche Schweizer Produkte und Dienstleistungen geniessen sowohl im In- als auch im Ausland einen hervorragenden Ruf hinsichtlich der von ihnen vermittelten Werte wie Exklusivität, Tradition und Qualität. Dieser von den Konsumentinnen und Konsumenten hoch geschätzte gute Ruf stellt einen klaren Wettbewerbsvorteil dar, um mit der Schweiz in Verbindung gebrachte Produkte und Dienstleistungen in einem höheren Preissegment zu positionieren. Die Vorteile und der Erfolg der «Marke Schweiz» in der Werbung haben die Aufmerksamkeit, aber auch die Begierde von einzelnen Unternehmen geweckt. Als unmittelbare Folge des zunehmenden Erfolges der «Swissness» haben die missbräuchlichen Verwendungen im In- und Ausland gleichermassen zugenommen, dies schreibt das schweiz. Institut für geistiges Eigentum.

Der Bundesrat will 80% Inlandanteil bei den Rohstoffen, damit Schweiz darauf stehen darf, die Branchenvertreter wollen lediglich 50%. Der Bauernverband will eine Volksinitiative lancieren, wenn sich die Lobbyisten durchsetzen. Ich freue mich schon auf das Unterschriftensammeln.

Die Marke «Schweiz» und das Schweizerkreuz müssen gegen Missbräuche geschützt werden. Das geht nur mit griffigen Regeln, sonst ist die Marke Schweiz nichts mehr wert.

Genauso muss es sein bei den Produktionsmethoden. Wenn man den einheimischen Produzenten Auflagen macht, die über den ausländischen Anforderungen liegen, sollte man fairerweise die Importe entsprechend deklarieren. Eigentlich selbstverstänlich, würde man meinen.

http://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/thurgau/kantonthurgau/tz-tg/art123841,2751025