23.03.2013 / Allgemein / /

Regierung verteidigt Postenvergabe

Kenntnisse über die Erneuerbaren Energien und die Haltung zur Energiepolitik sind für den Regierungsrat nicht die einzigen Kriterien, wenn es um die Besetzung von Verwaltungsratsposten im Energiekonzern Axpo und im Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau geht. Fähigkeiten in anderen Bereichen seien ebenso wichtig, schreibt der Regierungsrat in der Antwort auf eine Interpellation von CVP-Kantonsrat Josef Gemperle (Fischingen). Gemperle hatte sich daran gestossen, dass der Regierungsrat letztes Jahr SVP-Ständerat Roland Eberle in den Verwaltungsrat der Axpo Holding und den ehemaligen FDP-Kantonsrat Peter Schütz in jenen der Tochterfirma Axpo Grid entsandt hatte. Auch die neuen Mitglieder des EKT-Verwaltungsrats würden die Energiewende nicht mittragen.

Für die Besetzung der Verwaltungsräte gebe es Anforderungsprofile, schreibt die Regierung. Dazu zählten unter anderem Kenntnisse des jeweiligen Wirtschaftsbereichs und je nach Bedarf spezielle Fachkenntnisse etwa im Finanzwesen. Wegen Eberles politischer Vernetzung sei der Thurgau gut in der Axpo vertreten. Schütz verfüge über die nötigen technischen Kenntnisse und sei als EKT-Verwaltungsrat Bindeglied zwischen Axpo und kantonalem Netzbetreiber.