17.10.2015 / Allgemein / /

Thurgau hat Nase vorn

Dafür haben wir jahrelang gekämpft, auch mit den Energieinitiativen! Dass die Thurgauer Bevölkerung in diesem Ausmass Massnahmen umsetzt, ist überaus erfreulich. Herzlichen Dank dafür!

Energieförderung: Thurgau hat Nase vorn

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Das ehemalige Bauernhaus in Niederneunforn wurde mit finanzieller Unterstützung des Kantons saniert. (Bild: pd)

FRAUENFELD. 16,5 Millionen Franken hat der Kanton Thurgau im Jahr 2014 für die Energieförderung eingesetzt. Damit belegt er schweizweit einen Spitzenplatz. Er setzt die Fördergelder zudem am wirksamsten ein. Das geht aus einer Wirkungsanalyse des Bundes hervor.

MICHÈLE VATERLAUS

16,5 Millionen Franken hat der Kanton Thurgau 2014 für die Energieförderung bezahlt. Nur Basel-Stadt gibt pro Kopf mehr Geld dafür aus. Doch mit einer geringeren Wirkung. «Der Thurgau setzt den Franken in der Energieförderung am effizientesten ein», sagt Andrea Paoli, Leiter der Abteilung Energie des Departementes für Inneres und Volkswirtschaft. Schweizweit spart der Thurgau am meisten CO2 pro Person ein, nämlich 810 Kilogramm. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 470 Kilogramm. Das geht aus einer Analyse des Bundes hervor, welche die Wirkung der Förderprogramme untersucht.

Das Geld bleibt in der Region

Schweizweit wurden für solche Förderprogramme 119 Millionen Franken ausbezahlt, gleich viel wie im Jahr 2013. Mit den 16,5 Millionen Franken, die zu 60 Prozent vom Bund und zu 40 Prozent vom Kanton bezahlt wurden, hat der Thurgau 1200 Gesuchsteller unterstützt, die beispielsweise ein energieeffizientes Haus gebaut, eine alte Heizung ersetzt oder eine Solaranlage installiert haben. Die Fördergelder bewirkten rund das Sechsfache an Investitionen. «Sie haben einen grossen volkswirtschaftlichen Nutzen», sagt Paoli. Denn hauptsächlich profitiere das lokale und regionale Gewerbe davon. «Statt dass man Erdöl oder Erdgas importiert, investiert man in Fenster, Wärmedämmungen, neue Beleuchtungen oder Solarkollektoren. Wie auch immer das Geld investiert wird, es bleibt in der Region.» 70 Prozent der Aufträge, die durch das Förderprogramm ausgelöst wurden, seien im Thurgau vergeben worden. 29 Prozent gingen an Betriebe in einem anderen Kanton und 1 Prozent an Firmen im EU-Raum.