10.12.2012 / Allgemein / /

Zu viel staatliche Abschöpfung

CVP-Kantonsrat Josef Gemperle (Fischingen) fordert die Abschaffung der ergänzenden Vermögenssteuer. Das kantonale Planungs- und Baugesetz wurde einer Totalrevision unterzogen. Neu eingeführt wurde die Mehrwertabschöpfung, also die Abgabe von 20 Prozent des Bodenmehrwerts, der bei Umzonungen entsteht.

Beim Verkauf von Liegenschaften, die vor dem Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes zum Ertragswert bewertet worden sind und die nicht mehr land- und forstwirtschaftlich bewirtschaftet werden, wird eine ergänzende Vermögenssteuer erhoben. Die nachträgliche Besteuerung wird für maximal 15 Jahre rückwirkend erhoben.

Kumuliert mit der Abschöpfung des Mehrwerts und der Grundstückgewinnsteuer ergibt die rückwirkend eingezogene ergänzende Vermögenssteuer laut Gemperle eine grosse Mehrbelastung, die zusammen mit der ebenfalls geschuldeten AHV bis zu einer staatlichen Abschöpfung von über 60 Prozent des Verkaufsertrages führen kann. Das widerspreche dem Ziel, die Verfügbarleit von Bauland zu fördern.