18.05.2019 / Klima- und Energiepolitik / /

Antwort der Thurgauer Regierung zum Vorstoss Gesamtkonzept zur Bewältigung von künftiger Wasserknappheit und Trockenheit

Ist der extreme Hitzesommer 2018 ein einmaliges Ereignis? Oder müssen wir mit weiteren gar noch extremeren Trockenheitsperioden fertig werden? Wie verhalten sich Pegelstände, Quellen und Grundwasservorräte, wenn sich mehrere extrem trockene Jahre zukünftig aneinanderreihen? Welche Massnahmen zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung, der Vieh- und der Pflanzenbestände mit Wasser sind nötig? Welche Prioritäten gelten im Extremfall und was bedeutet die Anwendung der Prioritätenliste im Extremfall für die Vieh- und Pflanzenbestände? Welche weiteren Massnahmen sind zu prüfen, um Trockenperioden zukünftig besser zu meistern? → zentrale Fragen für unsere Bevölkerung!

Erfreulich:

  • Der RR macht eine umfassende Auslegeordnung, auch im Zusammenhang mit der
    Interpellation!
  • Er sieht die Aktualität des Problems, er sieht den Handlungsbedarf!
  • Er sieht die Notwendigkeit von grundlegenden Abklärungen und bereits jetzt ist
    klar, dass offensichtlich Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen besteht!

Noch eine November 2018 war der Pegelstand des Untersees tief, wie diese Luftaufnahme von Ermatingen zeigt. (Bild: Donato Caspari)

Offene Fragen:

  • Wann, wenn nicht jetzt sollten wir handeln? Der RR sieht zwar die Notwendigkeit
    zu handeln. Er ist auch bereit sich stark zu engagieren! Das ist sehr lobenswert!
    Aber er will das ohne Gesamtkonzept machen, ohne übergeordnete
    Koordination, offenbar ohne zeitlichen Druck und ohne parlamentarische
    Kontrolle. Vor allem will er das offensichtlich auch nicht im Zusammenhang mit
    einem möglichen Einsatz der brachliegenden TKT- Gelder tun. Das ist schwer
    verständlich.
  • Ich kann nicht nachvollziehen, dass in diesen absolut zentralen
    Fragen der Wasserversorgungen (Trink-, Brauch-, Löschwasser) bei der nun
    herrschenden und vom Regierungsrat auch erkannten Ausgangslage nicht mit
    dem Parlament zusammen eine Auslegeordnung gemacht wird. Ich kann es nicht
    verstehen, dass bei dem jetzt schon georteten Handlungsbedarf nicht gemeinsam
    mit dem Parlament und den Gemeinden und ämterübergreifend gehandelt wird!
  • Der RR schreibt selbst, es besteht noch Klärungsbedarf in verschiedenen Themen,
    es bedarf der Massnahmenpläne, es bedarf der zeitlichen Koordination und vieles
    mehr. Alles spricht für ein Konzept!
  • Der RR will einen Projektauftrag erteilen! Genau das machte er jeweils, wenn er
    ein Konzept des Parlamentes erarbeiten musste! Wieso nun also die ablehnende
    Haltung? Wer die Antwort des RR liest, der würde am Schluss ohne Wenn und
    Aber einen positiven Antrag zum Konzept erwarten!
  • Diese Fragen um die Wasserversorgungen sind viel zu wichtig für unsere
    Bevölkerung, es braucht ein intelligentes und vernetztes Handeln innerhalb der
    parlamentarischen Kontrolle und mit einem parlamentarischen Zeitfenster!
  • Klar, dass wir Vorstösser für die Überweisung dieses Antrages kämpfen werden!https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenfeld/thurgauer-regierung-nach-dem-trinkwasser-soll-das-thema-brauchwasser-behandelt-werden-ld.1119972