06.10.2019 / Nationalratswahlen 2019 / /

Klimapolitik ist zu 80% Energiepolitik! Herzlichen Dank für die Unterstützung

Es braucht alle erneuerbaren Technologien, sowohl bei der Strom- und der Wärmproduktion als auch bei der Mobilität. Es braucht den sinnvollen Mix und es braucht einen gesunden Wettbewerb der Ideen.

Klimapolitik ist zu 80% Energiepolitik!

Die Energieeffizienz kommt immer zuerst. Schon ab 1999 habe ich über ein Jahrzehnt ehrenamtlich sehr viel Zeit und Herzblut in die Restaurierung der Barockkirche Fischingen eingesetzt. Um die wertvollen Gewölbe nicht zu gefährden habe ich in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, mit Statikern, mit Spezialisten der ETH, Dämmungsexperten und mit dem örtlichen Gewerbe ein neues Verfahren erfolgreich umgesetzt. Es hat sich seither in der Praxis bestens bewährt.

Nach meiner Wahl in den Kantonsrat 2004 habe ich auf Grund dieser Erfahrungen erfolgreich ein umfassendes Konzept für Energieeffizienz und erneuerbare Energien verlangt. Es ist bis heute die Basis für die seit Jahren politisch breit abgestützte, kontinuierliche und schweizweit als innovativ geltende Energie- und Klimapolitik im Kanton Thurgau. Es folgten weitere Vorstösse, welche diese Ausrichtung festigten. Die Energieinitiativen, die nach der überwältigenden Zustimmung durch das Thurgauer Volk zur Verdoppelung der Mittel im Energiefonds und zur Verankerung des Förderprogramms in der Kantonsverfassung führten und erfolgreiche Anträge zur Erarbeitung von Konzepten für die Nutzung der tiefen Geothermie, der Biomasse oder über die künftige Ausgestaltung des Stromnetzes. Das Thurgauer Förderprogramm Energie hat seit Bestehen weit über eine Mia. Investitionen im Kanton Thurgau ausgelöst, mit einer positiven Auswirkung auf Beschäftigung und Klima: 70 Prozent der Aufträge, die durch das Thurgauer Förderprogramm ausgelöst wurden, sind auch an kantonale Firmen vergeben worden. 29 Prozent der Aufträge gingen an Betriebe in einem anderen Kanton und nur 1 Prozent an Firmen im EU-Raum. Regionale Wertschöpfung für unsere Firmen und unsere Arbeitsplätze im Thurgau und in der Schweiz! Allein die im Jahr 2017 umgesetzten Massnahmen haben auf ihre Lebensdauer gerechnet gemäss Geschäftsbericht im TG über 130 Mio. Liter Heizöl eingespart, bzw. ersetzt. Jährlich werden dadurch knapp 10`000 to Co2 eingespart!

Unser PlusEnergie-Bauernhof in Fischingen produziert Strom für mehr als 100 Einfamilienhäuser. Je die Hälfte aus PV und Biogas, basierend vorwiegend auf unseren eigenen Hofdüngern. Auch die Umsetzung dieser Projekte war schwierig, bei der Biogasanlage wurden zahlreiche Innovationen erfolgreich umgesetzt. Basis für den Erfolg waren wiederum umfangreiche und sehr aufwändige Gespräche mit Spezialisten, Ingenieuren, Planern und die Umsetzung durch viele einheimische Gewerbebetriebe.

Es braucht alle erneuerbaren Technologien, sowohl bei der Strom- und der Wärmproduktion als auch bei der Mobilität. Es braucht den sinnvollen Mix und es braucht einen gesunden Wettbewerb der Ideen. Genau deshalb engagiere ich mich seit Jahren und ehrenamtlich in folgenden Vereinen:

  • Beirat KEEST „Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien Thurgau“
  • Präsident Verein Geothermie Thurgau seit Gründung
  • Vorstand Solarstrompool Thurgau
  • Präsidium OK energy tour seit Gründung

Mit diesem breiten und langjährigen Engagement habe ich 2017 den Nachhaltigkeitspreis der Internationalen Bodensee Konferenz zugesprochen erhalten.

Seit Jahren kann ich bei Bedarf auf die Unterstützung und Beratung der EMPA, der Hochschulen und vieler Handwerker und Ingenieure mit grosser Praxiserfahrung zählen.

Trotz all` dieser Engagements zu Gunsten des einheimischen Gewerbes, der einheimischen Arbeitsplätze, der Immobilien- und Hausbesitzer habe ich weder die Unterstützung des Gewerbeverbandes, der IHK oder des HEV. Obwohl wir seit jeher Mitglied beim Milchproduzentenverband sind und wir im Haupterwerb professionell Milchwirtschaft betreiben, werde ich im Empfehlungsschreiben des Milchproduzentenverbandes an seine Mitglieder nicht erwähnt. Das ist nicht ganz einfach zu verstehen!

Umso mehr freue ich mich über alle, die diese Zeilen fertig gelesen haben, mir für meine Unabhängigkeit und mein Engagement diesen Beitrag liken oder gar teilen!

Danke euch allen für eure Unterstützung!