Landwirtschaft

„Für eine produzierende, innovative und nachhaltige Schweizer Landwirtschaft“

Mit der Unterstützung von Gleichgesinnten erreicht:

  • Die Zentralisierungspläne des Bundesrates von Agroscope in Posieux gestoppt.
  • Aufnahme der Ernährungssouveränität in die Bundesverfassung.
  • Ablehnung der nationalen Fair-Food- und der Ernährungssicherheitsinitiativen.
  • Gemeinden sind für das Mähen von Uferböschungen von renaturierten Bächen zuständig.
  • Die Resolution von 2003 für mehr Eigenverantwortung für ausgebildete Berufsleute hat ein Zeichen gesetzt, dass sich die Landwirtschaft nicht länger zu einem bevormundeten Berufsstand deklassieren lassen will.
  • Abschaffung der ergänzenden Vermögenssteuer.

Die Agrarpolitik wird in Bern gemacht. Die Kantone sind zuständig für die Umsetzung. Die Einflussnahme als Kantonsrat ist deshalb begrenzt.

Nationale Abstimmungen

5. September 2018: Thurgauer Komitee warnt vor verstärktem Einkaufstourismus bei Annahme der Agrarinitativen

Das Nein-Komitee ruft dazu auf, die Fair-Food-Initiative und die Ernährungssouveränitätsinitiative zu verwerfen. Eine Annahme mache die Lebensmittel in der Schweiz teurer. Josef Gemperle, Mitglied des Komitees, hat ein gewisses Verständnis für die Initiative. „Wer will schon nicht umweltfreundliche und fair hergestellte Lebensmittel? Und wer setzt sich nicht für das Tierwohl ein?“ Aber, so Gemperle, wenn nur noch ausländische Produkte mit gleichen Herstellungsbedingungen wie in der Schweiz importiert würden, führe das dazu, dass die Schweizer Bauern ein wichtiges Differenzierungsmerkmal verlieren  würden. Die Schweizer Bauern haben viel höhere Fixkosten als die ausländische Konkurrenz.

Am 23.09.2018 sagt das Schweizer bzw. das Thurgauer Stimmvolk mit 68.4 %/71.1 % Nein zur Fair Food-Initiative und mit 61.3 %/77.3 % Nein zur Ernährungssouveränitätsinitiative

1. September 2017: CVP Thurgau beschliesst Ja-Parole zur Vorlage über die Ernährungssicherheit

Josef Gemperle stellte den Delegierten die Vorlage vor, bei welcher es sich um ein Gesamtkonzept vom Feld auf den Teller handelt. Die neue Bestimmung sei auch nötig, weil der Selbstversorgungsgrad in der Zwischenzeit bei 50 bis 55 % liege. Dieser sollte erhöht oder zumindest stabilisiert werden. Mit 69 Ja und 4 Nein folgten die Delegierten der Empfehlung von Gemperle.

Am 24.09.2017 sagt das Schweizer bzw. das Thurgauer Stimmvolk mit 78.7 %/71.4 % Ja zur Ernährungsssicherheitsinitiative.

Agroscope Standort Tänikon

Agroscope Tänikon von Süden

30. November 2018: Bundesrat gibt Grundsatzentscheid zur Standortstrategie von Agroscope bekannt

Nur ein Teil der landwirtschaftlichen Forschung soll in Posieux konzentriert werden, ergänzt durch regionale Forschungszentrenen in Changins (Nyon) und Reckenholz (Zürich) sowie dezentrale Versuchsstationen, u.a. in Tänikon. Aufgrund der grossen Bedeutung der Landwirtschaft für den Thurgau fordert Gemperle: „Die Forschung von Agroscope muss zurück zu den praktizierenden Landwirten und zur Ernährungswirtschaft“.

 

4. Juni 2018: Nationalrat stoppt vorerst Zentralisierungspläne von Agroscope

Mit 141 Ja gegen 34 Nein hat der Nationalrat eine Kommissionsmotion angenommen, welche die Zentralisierungspläne des Bundesrats für die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope vorerst stoppt.

28. März 2018: Grosser Rat zum Vertragsbruch des Bundes beim Agroscope Standort Tänikon

Josef Gemperle hatte das Thema als Erstunterzeichner einer dringlichen Interpellation, die von 109 Kantonsräten unterschrieben wurde, in den Grossen Rat getragen, da der Agroscope Standort Tänikon durch die Zentralisierungspläne gefährdet ist.

13. März 2018: Bundesrat Schneider-Ammann kündigt per Video an die Mitarbeitenden die Konzentration von Agroscope in Posieux an

Davon betroffen wären auch die Agroscope Mitarbeitenden am Standort Tänikon in Aadorf. Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes für Landwirtschaftsforschung.

17. August 2016: Dank der Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau bleibt der Agroscope-Standort in Tänikon erhalten

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat entschieden, die Zusammenarbeit mit Agroscope zu verstärken. Damit kann der Agrar-Forschungsstandort Ostschweiz erhalten, ein Grossteil der Arbeitsplätze gesichert und können Bundesinvestitionen im Kanton gehalten werden.

Presse-Echo
30.11.2018,  Tagblatt online. Bundesrat degradiert Tänikon. 50 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
14.03.2018, Tages-Anzeiger. Bundesratsvideo löst Alarmstimmung aus. S. 21.
17.08.2016, NZZ online. Agroscope bleibt in Tänikon.
17.08.2016, Medienmitteilung Kanton Thurgau. Dank der Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau bleibt der Agroscope-Standort in Tänikon erhalten.

 

Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg – Swiss Future Farm

21. März 2019: Sonderschau „Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Elektromobilität“

Inputreferat von Josef Gemperle bei der Eröffnung der Sonderschau „Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Elektromobilität“ in der Landwirtschaft an der Swiss Future Farm in Tänikon.

5. Dezember 2018: Kanton Thurgau baut modernen Stall auf dem Arenenberg

In seiner Stellungnahme als  CVP/EVP-Fraktionssprecher forderte Josef Gemperle am 29. März 2017 einen praxisnahen Stall und zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit mit Bauernbetriebe. Am 5. Dezember 2018 begrüsste er den Neubau des Stalls am bisherigen Standort und wies daraufhin, dass eine Investition in den Arenenberg zugleich den Agroscope Standort in Tänikon stärke.

20. September 2018: Eröffnung der Swiss Future Farm in Tänikon

Die drei verantwortlichen Projektpartner AGCO Corporation, GVS Agrar AG und das Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg haben die Swiss Future Farm in Tänikon vorgestellt. im Thurgau ist ein schweizweit einzigartiger Anschauungsbetrieb für Smart-Farming-Technologien entstanden. In enger Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope werden auf der Swiss Future Farm Forschungsansätze in praxisnahe Lösungen umgesetzt und digitale Technologien entwickelt. Daraus sollen Lösungen entstehen, die die Bauern in ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Im Thurgau ist ein schweizweit einzigartiger Anschauungsbetrieb für Smart-Farming-Technologien entstanden. In enger Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope werden auf der Swiss Future Farm Forschungsansätze in praxisnahe Lösungen umgesetzt und digitale Technologien entwickelt. Daraus sollen Lösungen entstehen, die die Bauern in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, heisst es weiter.

Medien-Echo:
20.09.2018, SDA: Swiss Future Farm in Tänikon TG eröffnet

Kantonale Themen

29. März 2017: Gemeinden sind für das Mähen von Uferböschungen von renaturierten Bächen zuständig

Die Regierung wollte im Gesetzesentwurf das mähen der Uferböschungen und Dämme den Grundeigentümern oder Anstössern übertragen. Josef Gemperles Antrag obsiegte. Es dürfe nicht sein, dass der Staat mit der Rivitalisierung von Bächen auf privatem Grund Vorgaben mache, aber den wegen Büschen, Sträuchern und Blumen entstehenden Mehraufwand beim Mähen nicht berappe.

26. Februar 2015: Streichung der Bezahlung der ÖLN-Gebühren durch den Kanton

Guido Häni, Klemenz Somm und Josef Gemperle wehrten sich vergebens gegen die Überwälzung der Gebühren für den Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) auf die Landwirte.

14. August 2013: Abschaffung der ergänzenden Vermögenssteuer

Nach der Einführung der Mehrwertabgabe war die Aufhebung der ergänzenden Vermögenssteuer ein Gebot der Stunde. Deshalb meine Motion „Abschaffung der ergänzenden Vermögenssteuer“. Der Regierungsrat hat schnell gehandelt und das Anliegen in die Botschaft „Gesetz betreffend die Änderung des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 14. September 1992“ eingebaut. Mit der heutigen Verabschiedung dieser Änderung des Steuergesetzes wird mein Motionsanliegen erfüllt. Deshalb ziehe ich die Motion zurück.

13. Oktober 2010: Agrarfreihandelsabkommen

Votum im Grossen Rat zur „Interpellation Altwegg„: „Agrarfreihandelsabkommen mit der EU – Auswirkungen auf den Kanton Thurgau“ gegen ein solches Agrarfreihandelsabkommen

30. August 2006: ÖLN-Kontrollkosten

Votum im Grossen Rat zum Nichteintreten auf die von der Regierung beantragte Streichung der Übernahme der ÖLN-Kontrollkosten durch den Kanton. (Änderung des Landwirtschaftsgesetzes).

Presse-Echo:
24. August 2006, NT Thurgau: „Symbolisches Bauernopfer“ Jetzt lesen!

14. September 2005: Reduktion von Ammoniakemissionen

Votum im Grossen Rat zur Unterstüzung der Motion Schnyder betreffend Förderung von emissions- und verlustarmer Ausbringung von flüssigen Hofdüngern.

8. August 2003: Gegen die Bevormundung von ausgebildeten Berufsleuten

An einem grossen Fest der Landwirtschaft haben Bauernfamilien Regierungsrat Ruprecht in Oberwangen eine von 2300 Personen unterzeichnete Resolution übergeben, die verlangt, dass Landwirte in Zukunft selber bestimmen können, wann sie Gülle ausfahren. Regierungsrat Ruprecht versprach, eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus allen betroffenen Kreisen einzusetzen, die sich mit dem Thema Gülle beschäftigen soll.

 

Presse-Echo:
8. Februar 2003, Top Online: „Gülle-Resolution“ an Thurgauer Regierungsrat  Jetzt lesen!
12. Juli 2004, NT Untertoggenburg: „Eigenverantwortung statt Kontrolle“ Jetzt lesen!

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